An meinem Job liebe ich, dass es ständig etwas Neues zu sehen und zu verstehen gibt: neue Kunden, bneue Kontakte, neue Produkte, neue Technik - und eben neue Städte, je nach dem wo die Firmen, die wir beraten, sitzen. Klar, eine neue Stadt kann auch schon mal ein Kaff auf der Schwäbischen Alp sein, in dem der letzte Bus abends um 18 Uhr fährt und es nachts stockfinster ist. Manchmal, manchmal hat man aber auch Glück.

Running Barcelona | Die Stadt erwacht...

Letzte Woche hat es mich nach Barcelona verschlagen. Ich war ehrlich gesagt noch nie in Spanien bzw. Katalonien - shame on me! - und ich hab mir auch nicht ausgerechnet, dass ich innerhalb von 3 Tagen und 2 Nächten, die mit Meetings, Vorträgen, Abendessen und wichtigem Small Talk in den Kaffeepausen verplant waren, sonderlich viel von der Stadt sehen werde.
Um die Zeit optimal zu nutzen, habe ich meine Laufsachen in den Koffer geschmissen und bin wenigstens an einem Morgen ein Runde gelaufen.



Vom Hotel in Sants ging es gut 2km zum Montjuïc. Die Font màgica war morgens um 7 Uhr noch nicht in Betrieb, muss aber bei Beleuchtung und mit Musik ein tolles Bild abgeben. Ich hüpfe also die Stufen zum Palau Nacional hoch. Von oben habe ich einen fantastischen Blick auf die Straßen, die langsam erwachen und durch die sich der erste Berufsverkehr schlängelt. Es sind auch schon ein Maler und zwei Fotografen am Start, um das großartige erste Licht des Tages zu nutzen.

Running Barcelona | Ausblick vom Montjuïc

Ich folge der Passeig de Santa Madrona nach Südosten mit dem ehrgeizigem Ziel, den Berg zu umrunden. Vielleicht kann ich ja den Sonnenaufgang über dem Mittelmeer sehen. Wenn Google nicht lügt, geht die Sonne um 7:44 Uhr auf, also nichts wie los. Es geht noch einige Höhenmeter hoch und ich bin an den Olympischen Stadien. Schade, dass ich keine Schwimmsachen dabei habe, denn ein paar Bahnen im olympischen Becken hätten schon was für sich. Das Schwimmbad ist tatsächlich öffentlich zugängig. Informier idch vor deinem nächsten Barcelona-Trip doch über die Öffnungszeiten und lass mich wissen, ob sich der Abstecher lohnt.
Um ziemlich genau 7:44 Uhr bin ich auf der Ostseite des Hügels, aber leider schiebt sich der Botanische Garten noch zwischen mich und das Meer. Blöd! Und für eine größere Runde habe ich leider keine Zeit. Das Frühstück ruft und meine Mitmenschen schätzen es vermutlich, wenn ich vorher noch dusche. Auf dem Rückweg folge ich der Straße, von der ich annehme, dass sie mich wieder zu den Stufen vor dem Palau Nacional führt. Am Ende lande ich direkt an der Font màgica und habe mir so viele Abwärtsstufen gespart. Macht nix! Bergrunter ist wirklich nicht mein Fall. Dann lieber berghoch und richtig beißen.

Running Barcelona | #runhappy

Für deinen nächsten Städtetrip lege ich dir wirklich ans Herz, ein bisschen Platz im Koffer für deine Laufschuhe und einen Satz Laufklamotten frei zu halten. Wenn du ein Smartphone hast, musst du gar nicht so viel Recherche im Vorfeld betreiben. Ein paar Screenshots von der Umgebungskarte deines Hotels reichen schon aus, damit du den Heimweg findest. Anschließend hast du dir die Dusche und das üppige Hotelfrühstück wirklich verdient.
Strava hat übrigens für einige Metropolen - auch für Barcelona, London oder Berlin - Streckentipps zum Laufen oder Radfahren zusammengestellt. Da findet sich für jede Gegend, Höhenprofil-Vorliebe und Streckenlänge die passende Route inklusive Fotohotspots!

Running Barcelona | Blick vom Montjuïc auf die Stadt

Mein nächster Wochenendetrip führt endlich mal wieder ins Ruhrgebiet. In Herne kann man vorzüglich am Kanal laufen, das weiß ich auch ohne Online Empfehlungen.

Wie gehst du das Lauf im Urlaub oder in neuen Städten an?
Spontan und einfach loslaufen oder mit einiger Recherche im Vorfeld?

[P.S.: Am zweiten Morgen hatte ich das dringende Bedürfnis etwas länger zu schlafen und die Meetings gingen etwas früher los, da musste ich passen, aber hoffentlich hab ich nochmal die Gelegenheit, andere Hügel und Stadtteile zu entdecken.]
Was ich so mache, wenn ich nicht blogge? 
(Und ich blogge in letzter Zeit ja so gut wie gar nicht)
Laufen und Geld für Laufschuhe, Startgebühren & co verdienen!

Am letzten Wochenende hat mich der Wahnsinn ins tiefste Thüringen getrieben: In Sondershausen wollte ich 10km in 700m Tiefe in einem Salzbergwerk laufen.
Was sich bei der Anmeldung im Sommer wie eine bekloppte Idee anhörte, stellte sich gut 4 Monate später ... als eine bekloppte, aber spannende Aktion heraus. Aber dazu gleich mehr!

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Glück auf!

Wie kommt man auf die Idee, an so einem Lauf teilzunehmen? Nun, ich hatte den Bericht von Sascha auf dem Laufmädchen-Blog über den Halbmarathon unter Tage im letzten Jahr gelesen und als Ruhrpott-Kind hab ich natürlich sofort Blut geleckt. Das wollte ich auch! Gut, ein Halbmarathon ist für mich schon an einem normalen Wochenende auf der Straße bei 12°C eine Herausforderung. Auf einer unebenen Strecke mit einigen Höhenmetern unter Tage und bei mukkeligen 28°C sollten mir 10km reichen.

Auf den Lauf habe ich mich nicht besonders vorbereitet, denn wie soll man die äußeren Bedingungen auch simulieren?! Im Hochsommer hat mich der Gedanke an den Lauf unter Tage häufiger motiviert, wenn es abends um 21 Uhr immer noch weit über 20°C warm war und mal wieder Intervalle im Trainingsplan standen.

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Steigerstraße

Die Anreise von Erfurt nach Sondershausen mit der Regionalbahn gestaltete sich ganz okay: man fährt etwa eine Stunde, aber die Bahn kommt nur alle 2 Stunden. Da muss man also etwas auf die Uhr schauen. Als ich mir die Bahnverbindung raussuchte, durfte ich feststellen, dass ich von der Steigerstraße in der Nähe der Jugendherberge Erfurt zur Haltestelle Glück Auf am Bergwerk fahren musste. Was sollte da noch schief gehen!?

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Barbara im Nebel

18. Kristall-Lauf - Erlebnisbergwerk Sondershausen

Im Zug hab ich zum Glück einen Mitläufer aus Jena getroffen, der mir eine Mitfahrgelegenheit von Sondershausen zum Bergwerk organisiert hat. Sehr nett! Am Bergwerk angekommen, organisiere ich mir Startnummer und Transponder und mache mich auf die Suche nach der Damenumkleide. Leider bleibt die Kaue den Herren der Schöpfung vorbehalten und das Weibsvolk muss sich in einem winzigen Raum mit 2 Duschen umziehen. Tja, das liegt wohl daran, dass das Bergwerk immer noch in Betrieb ist und unter Tage nun mal eher Männer arbeiten. Schade, um die Fotooption! Ich hätte schon gerne meine Klamotten unter die Decke gezogen.

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Brügmanschacht

Nach dem Umziehen geht es einige Stockwerke höher zum Brügmanschacht. Ab dort heißt es "Helm auf!" und aufs Einfahren warten. Die Schlange hält sich zum Glück in Grenzen und die 400 Starter plus einige Zuschauer kommen sicher auf -700m an.

Bis zum Start ist noch viel, viel Zeit, also kann ich mich erstmal umsehen: eine Bergmannkapelle sorgt für die richtige Stimmung, der Start/Ziel-Bereich ist gut beleuchtet, aber der Boden zeigt schon, welche Tücken uns auf dem Rundkurs noch erwarten werden. Stein und Salz sind mal durchfurcht, mal spiegelglatt, mal liegt feiner Salzstaub wie Puderschnee am Rand. Es ist warm, aber nicht zu heiß oder zu trocken.
Irgendwann geht es dann endlich in Richtung Start. Ich schätze meine Leistung im Vergleich zu den sehnigen Damen und Herren im Vereinstrikot als unterirdisch ;-) ein und reihe mich im hinteren Drittel des Starterfelds ein. 

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Herzlich Willkommen 700m unter Tage!

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Bergmann-Kapelle

Der Gong gont und die Läufer laufen. Ich traue meinen Knochen und Bändern nicht zu, auf diesem Untergrund zu bestehen und eier dementsprechend voooorsichtig über die Strecke. Es geht erst leicht bergauf, dann um eine Kurve und dann ... im Dustern irgendwie bergab. Das mit dem "Duster" und "irgendwie" meine ich genauso: Ich hebe meine Hand hoch und sehe NICHTS! Zum Glück sind um mich herum ein paar Stirnlampenläufer, sonst wär ich ganz schön aufgeschmissen. Die Runden sind ein Wechselspiel aus Licht und Dunkelheit, aus Bergauf und Bergab. Insgesamt machen wir auf jeder der sechs Runden etwa 25 Höhenmeter. Bergauf kann ich. Sogar noch in der letzten Runde als deutlich Fittere schon gehen müssen. Nur Bergab trau ich mich einfach nicht und so überholen mich immer mehr Läufer. Dass wir 6 Runden auf der gleichen Strecke laufen müssen, trägt natürlich dazu bei. Es dauert etwas bis ich verinnerliche: Das ist kein Straßenlauf. Hier läufst du keine Bestzeit. Das ist nur für dich! Mir schießt immer wieder das Bild durch den Kopf, dass das hier wie eine Nachtwanderung bei Glatteis ist. Ein echtes Abenteur! Im Vorfeld hatte ich gedacht, dass die Temperaturen mein größter Gegner werden, aber der Untergrund und die zum Teil grottige Beleuchtung fordert so viel Aufmerksamkeit, dass ich mir gar keine Gedanken über die Hitze mache.
Die Versorgungsstation lasse ich trotzdem nicht aus, denn dass mir aus Flüssigkeitsmangel schwummerig wird, kann ich auf der Strecke wirklich nicht gebrauchen.

Irgendwann hab ich vergessen, wie viele Runden ich schon gelaufen bin. Auch eine Mitläuferin, die ich frage, wie lange sie noch "muss", hat keine Ahnung. Beruhigend, dass nach 40 Minuten Rennerei bei 28°C und 700m unter Tage nicht nur meine grauen Zellen den Dienst einstellen. Ich orientiere mich an meiner Uhr, die eine absolut frustrierende Pace anzeigt, und als gefühlt schon alle im Ziel sind, mache ich mich auf den Weg in die sechste Runde. Am Ende von Runde 5 fand ich mich blöd, weil ich so langsam war, aber die sechste Runde kann ich wirklich genießen: Ich kenne die Strecke, es sind tatsächlich noch Leute unterwegs und mich rempeln beim Bergab-Laufen keine schnelleren Läufer mehr an. Am Ende komme ich nach 1:12:xx ins Ziel. Superlangsam, aber auch froh, dass Abenteuer gewagt und unverletzt überstanden zu haben.

18. Kristall-Lauf Sondershausen - Zielfoto, bitte lächeln!

Also, wenn ihr mal was Beklopptes tun wollt:
 Lauft in Sondershausen unter Tage!
(aber reist mit dem Auto an, das ist deutlich entspannter ;-) )

Free Primes & Fermats Letzter Satz
10/29/2012

Die Serien-Blogparade bei Frau Margarete

Meistens weiß ich, in welcher Stadt bzw. in welchem Land die Serie spielt, die ich gerade schaue. Aber woher kommen die Serien? Also, wer hat sie produziert bzw. das Drehbuch geschrieben? Schaut man hinter die Kulissen, muss man feststellen, dass doch das allermeiste Serienjunkie-Futter von Netflix, Amazon, BBC & co - also aus den USA oder aus Großbritannien kommt.
Im siebten Teil von Frau Margaretes Serienblogparade geht es um die Serien, die eben nicht von dort sind, wo alle herkommen:

Stadt, Land, Fluss

Die meisten bzw. die bekanntesten Serien kommen aus dem englischsprachigen Raum – welche Serien kannst du empfehlen, die nicht aus den USA oder aus Großbritannien kommen?
Welche deutschen Serien sind deine Favoriten?
Oder hast du vielleicht sogar ein paar Exoten in deiner Watchlist?

Ich habe lange gebraucht, bis ich mich an diesem Teil der Serienblogparade beteiligt habe, denn - ganz ehrlich - mir fällt kaum eine Serie ein, die ich gerne schaue, die NICHT aus den USA oder aus Großbritannien kommt. Letztendlich habe ich mir meinen Account bei TVShowTime zur Hilfe genommen, denn da protokolliere ich alle Serien und Episoden, die ich schon geschaut habe oder die ich gerne gucken möchte. 3 deutsche Serien, die mir gut gefallen, habe ich dann doch gefunden:

Tatort

Natürlich DER deutsche Fernsehklassiker. Und während mich Vorabendserien wie Verbotene Liebe oder Lindenstraße kalt lassen, ist der Tatort am Sonntagabend fest eingeplant. Dank Teletwitter unter dem Hashtag #Tatort machen sogar traschige bis grottenschlechte Folgen Spaß. Wenn du nicht auf Twitter bist oder dich dein Smartphone zu sehr von der Handlung ablenkt, schalte einfach den guten alten Teletext auf Seite 777 ein. Da werden dir unten am Bildschirm die Twitter-Highlights geliefert.

Der Tatortreiniger



Nach nur 4 Staffeln hat Bjarne Mädel als Schotty Kultstatus erreicht - finde ich. Er ist trocken und norddeutsch, ehrlich und urkomisch. Mir gefällt, dass in der low budget Produktion die Charaktere die wirklichen Stars sind und sich niemand hinter Special Effects oder aufwändigen Kostümen verstecken kann. Die Schauspieler müssen richtige 'Typen' verkörpern.
Achte mal drauf, meistens wird nur ein Zimmer plus eventuell der Vorgarten oder so gezeigt.
Absolute Empfehlung, falls du die Serie wirklich noch nicht gesehen hast!


Eichwald, MdB



Im Frühjahr diesen Jahres hab ich die Mini-Serie Eichwald, MdB, produziert und ausgestrahlt vom ZDF verschlungen. Auch wenn die Folgen mal wieder in die tiefste Nacht verbannt wurden, konnte man sie sich jeder Zeit online in der Mediathek ansehen. Ein Hoch auf das ZDI ;-)
Die Serie ist eine Polit-Satire rund um Hans-Josef „Hajo“ Eichwald, einem fiktiven Bundestagsabgeordneten, und seinen Mitarbeitern. In bester Stromberg-Manier gibt es Büro- und Politiker-Klischees und das ganze, ohne dass es zu platt würde.
Die 4 Folgen der ersten Staffel kannst du dir übrigens noch immer kostenlos in der Mediathek ansehen. Hoffentlich bleibt es nicht bei einer Staffel!


Und woran liegt's?

Tja, woran liegt es, dass ich fast ausschließlich Produktionen von Amazon, Netflix oder der BBC schaue?
Ich habe den Eindruck, dass die deutschen Fernsehproduktionen - egal ob Serie oder Spielfilm, Privatsender oder Öffentlich Rechtliche - irgendwo zwischen den 70ern und 90ern festhängen: Traumschiff, GZSZ, Sturm der Liebe oder Heimatfilme reißen mich nicht vom Hocker. Eigenproduktionen wie der Tatortreiniger oder Eichwald, MdB werden spät in den Abend und auf die kleineren Senderableger wie NDR, ZDFneo oder EinsPlus verbannt. Gefühlt liegt das daran, dass man die Sehgewohnheiten der Ü60-Zuschauer, die schon IMMER am Mittwoch um 20:15 Uhr dies oder das gucken, nicht stören möchte. Wenn selbst zugekaufte Topserien wie Sherlock oder The Knick auf unattraktive Sendeplätze verbannt werden, spricht das Bände. Ich würde mich über mehr Mut bei den deutschen Programmchefs freuen. Man kann sich sein Publikum sicherlich auch zu einem offenen, jugendlichen und innovativen Fernsehgeschmack erziehen - oder man sitzt in verrauchten Hinterzimmern und fragt sich grummelig, warum alle diese hippen amerikanischen Serien auf Netflix & co schauen.
[Na gut, kann den Fernsehmachern im öffentlich-rechtlichen Bereich auch egal sein: Die Rundfunkgebühren sprudeln ja trotzdem. Aber DAS ist ein anderes Thema...]

Und jetzt du: Welche Serie, die nicht aus den USA oder aus Großbritannien kommt, sollte ich mir unbedingt ansehen?
Wenn du wissen möchtest, welche Serien andere Blogger empfehlen, dann schau in Frau Margaretes übersichtliche Übersicht der Serienparade!
Liebe Menschen, das #12von12 im August ist bei mir irgendwie hinten rübergefallen, obwohl ich auf Instagram alle 12 Bilder geknipst und gepostet hab.

Wat soll's!
Neuer Monat, neue Chance!

12 von 12 im September 2015

Mein 12 von 12 im September


12 von 12 im September 2015

Guten Morgen! Weil Samstag ist und ich wegen nix und niemandem außer mir selbst aufstehen muss, bleibe ich noch etwas im Bett und lese die 11FREUNDE. Ja, ich bin ein Fußball-Nerd. // Irgendwann hab ich mich dann aber doch in die Senkrechte begeben und starte den Tag mit einer kleinen Laufrunde, auch wenn's etwas tröpfelt. Rain or shine - der Trainingsplan hat recht! // Nach der Dusche gibt's ein ordentliches Samstagsfrühstück: Tee, Obstsalat und Sojajoghurt mit ein paar Mandelsplittern - lecker. // Mittags kann ich die Startunterlagen für den CRAFT Women's Run im Olympiapark abholen. Hui, alles schon ganz schön pink ... ähm... beerig hier. Ist ja nicht so meine Farbe, aber was will man machen?! Ich freu mich jedenfalls auf 8km auf vertrauten Wegen und bei fast zu warmen Wetter.

12 von 12 im September 2015

Der Kühlschrank will noch mit allerlei frischem Zeugs (Bananen, Avocado, Käse und ... Windbeuteln) aufgefüllt werden. Erledigt! Ich bin sogar am Ben & Jerry Eis vorbei gegangen, OBWOHL es reduziert war und 'Mama' zu mir gesagt hat. // Zuhause lege ich mir die Klamotten raus. Natürlich ist alles pink und rosa. Sogar mein InvisiBobble Haargummi hat die Farbe Fancy Flamingo. Na, wenn das mal nix werden wird! // Nach dem Lauf ist vor der Blackroll. Damit knete ich die müden Muskeln einmal von vorne bis hinten durch, damit ich schnell wieder einsatzbereit bin. Für die 8km hab ich übrigens 49:35 Minuten gebraucht. Das ist zwar keine Weltjahresbestzeit, aber es hat wirklich Spaß gemacht, obwohl es viel wärmer war als erwartet. Der Finisherbeutel konnte sich übrigens sehen lassen: Leckere Fruchtriegel, 2 Treacle Moon Fläschchen und Alpro Mandelmilch sind nur die Highlights. // Im 'verkalkten' München ist das leider eine wöchentliche Pflichtaufgabe, auch wenn ich weiß Gott kein Putzteufel bin. Die Dusche muss aber entkalkt werden, sonst hab ich Milchglasscheiben. Ein regelmäßiger Termin im Handy erinnert mich daran. Und eeeeeigentlich dauert's auch gar nicht lange.

12 von 12 im September 2015

Zum Abendessen gibt's Tortelloni. Ich teste mich durch das Sortiment von dmBIO. Heute landete die Sorte 'Ricotta Spinat' im Kochtopf. Bisher fand ich die am besten. 'Tofu' und die Sorte mit Käse haben mir nicht so gut geschmeckt. // Abends bewundere ich die vielen, vielen Dunkelblautöne am Himmel. Herrlich! Auch deswegen ist der September einer meiner Lieblingsmonate. // Im Fernsehn läuft Schlag den Raab, aber ich weiß schon um 21 Uhr, dass mich der Schlaf schlagen wird, bevor ein Sieger gefunden ist. Egal, ich fühle mich trotzdem gut unterhalten und mümmel dabei ein paar Minion Haribos. // Bevor's ins Bett geht, noch ein irres Badezimmerselfie. Gute Nacht, Welt!

P.S.: Weitere 12 von 12-Posts sammelt - wie immer - Caro von Draußen nur Kännchen!
Fragt man mich nach meinem Musikgeschmack, würde die ehrliche Antwort "eigentlich so alles" lauten, denn wie kriege ich Fettes Brot, Frank Turner, GLORIA, Jan Delay, Thees Uhlmann, Olli Schulz, Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen, Dendemann, Dropkick Murphys und noch so einige andere unter einen Hut?
Ein bisschen Indie, ein bisschen Hip Hop, ein bisschen Punk, ein bisschen Rock, ein bisschen Pop und das mal auf Deutsch, mal auf Englisch.
Ein "eigentlich so alles"-Hörer bekommt aber - zu recht! - häufig skeptische bis abfällige Blicke und sein Musikgeschmack wird grundsätzlich in Frage gestellt. Deswegen bin ich dazu übergegangen, eine handvoll Bands aufzuzählen - das klärt die Lage dann in der Regel.



Gestern habe ich ein Interview von Fettes Brot mit dem Hamburger Abendblatt gelesen, das mir gezeigt hat, was die Bands, die ich besonders schätze, gemeinsam haben: Rückgrat!
Klar, nur Moralapostel-Mukke will niemand hören. Ich gehe auf Konzerte von Kraftklub und Fettes Brot sicherlich nicht (nur) wegen der politischen Haltung der Band oder der Message der Texte, sondern auch weil man sich immer auf eine amtliche Party einstellen kann.
Wenn ich Musik aber nur so für mich höre, z.B. samstags beim Frühstück oder beim Bus fahren, dann sind mir gute Texte wichtig. Eine neue CD (ja, ich kaufe noch diese silbrigen Scheiben) wird direkt ZWEImal gehört: erst mal einfach so, um die Stimmung einzufangen, Lieblingslieder auszumachen und die Aufregung über den Neuzugang zu bremsen. Für den zweiten Durchgang pule ich dann das Booklet aus der Hülle und lese die Lieder Zeile für Zeile mit.
(Liebe Künstler, wenn ihr schon noch "echte" CDs rausbringt und nicht nur iTunes Downloads anbietet, dann nehmt euch auch noch Zeit und schreibt die Songtexte in ein kleines Heftchen. Danke!)
Ein gutes Album überzeugt mich beim ersten UND beim zweiten Hören. Und ein ausgezeichnetes Album packt mich bei jedem Hören neu und ich kann auch beim 100sten Mal noch ein neues Wortspiel, einen Vergleich, eine neue Interpretation finden.


Mein Gedankenpalast ist ein Plattenladen. Wirklich. Ich kann mir kaum etwas merken, aber wenn ich mir etwas merke, dann sind es Liedtexte. Nach ein paar Durchgängen kann ich die meisten Lieder von vorne bis hinten mitsingen. Na gut, mitsingen kann ich nicht, aber das liegt eher am Singen als an meiner Textsicherheit. Und diese Information wird in meinem Gedächtnis einfach nicht aussortiert. Die Lieder, die ich als Kind gehört hab, sind immer noch präsent. Schmeiß Lauschgift von den Fantastischen Vier an und ich bin voll am Start!


Als Kinder haben meine Schwester und ich uns gerne die Ärzte und Hosen Alben aus dem CD-Regal meiner Eltern geliehen. Lieder wie "Willkommen in Deutschland", "Madeleine aus Lüdenscheid" oder "Schrei nach Liebe" haben zügig Rolf Zuckowski abgelöst - kann man machen, hätte schlimmer kommen können.
Was aus einer Generation wird, die mit Helene Fischer aufwächst? Keine Ahnung!
Vielleicht, nein hoffentlich! rebelieren sie gegen ihre Eltern. Gegen All-inclusive-Urlaub auf Mallorca, gegen Wendler und Helene, gegen 80qm Reihenhäuser, gegen Putenbrust aus dem Discounter und gegen das G8-Abi.
Während ich mich über die ganzen satten und gleichgültigen Menschen aufrege, wird vermutlich einfach nur der Boden für die Sex Pistols 2.0 bereitet.



Ich stimme Curse zu: "Ich bin dagegen, gegen alles zu sein!"
Aber viel wäre schon getan, wenn die Menschen überhaupt formulieren könnten, wofür und wogegen sie sind - und warum.
NSA, TTIP, Flüchtlinge, Bildung, Massentierhaltung,... es gibt genug Themen und Herausforderungen, die wir in unserer Gesellschaft haben und die sicherlich nicht mit der Einstellung "Passt schon. Läuft. Mutti macht das. Mir geht's doch gut." bewältigen können.
Zu allem habe ich auch keine fundierte Meinung, aber ab und an mal über den Tellerrand schauen, mit Freunden diskutieren und mehr als nur Spiegel Online zu einem Thema lesen hilft schon.


Liebe Menschen,
traut euch raus aus eurer Komfortzone und der zuckersüßen, rose Schlagerwelt!
Hebt eure Hand hoch!
Seid wieder GEGEN und - noch wichtiger - FÜR was!
Die Serien-Blogparade bei Frau Margarete

Es geht um Leben und Tod!
In Frau Margaretes Serienblogparade, also keine Panik!

+++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++
Da die Szenen um Leben & Tod das Herzstück der Serien sind, kommt dieser Blogpost nicht ohne Spoiler aus. Insbesondere solltest du bei den folgenden Serien auf dem neusten Stand sein:
Mad Men [Staffel 5], Game of Thrones[Staffel 4], Sherlock [Staffel 2]
Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!
 +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++

Leben und Tod
Welcher Serientod ging dir richtig nah oder war richtig dramatisch?
Hast du dich vielleicht schon mal über einen Serientod gefreut?
Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis: Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt?
Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

Welcher Serientod ging dir richtig nah oder war richtig dramatisch?

An dieser Stelle MUSS ich einfach das Finale der zweiten Sherlock-Staffel nennen.
Sherlock trifft sich mit seinem Erzfeind Moriarty auf dem Dach des St. Bartholomew Hospitals zum Show Down, um das „letzte Problem“ zu lösen. Moriarty macht Sherlock klar, er müsse nun Selbstmord begehen, indem er vom Dach des Krankenhauses springe, um zu verhindern, dass Moriartys Leute John, Mrs. Hudson und Lestrade töten. Die Psycho-Spielchen zwischen den beiden genialen Verrückten gehen hin und her und enden damit, dass Moriarty sich in den Kopf schießt. Sherlock ist klar, dass er jetzt öffentlich umkommen muss, um seine Freunde vor Moriartys Killer-Kommandos zu bewahren. Der Mann, der sich eben in den Kopf geschossen hat, kann den Tötungsbefehl wohl kaum widerrufen. John steht vor dem Krankenhaus und beobachtet entsetzt, wie Sherlock tatsächlich springt. Im entscheidenen Moment wird John von einem Radfahrer angefahren und stürzt. *SCHOCK!* John und wir Zuschauer sehen, wie Sherlocks lebloser Körper auf einer Bahre ins Krankenhaus weggebracht wird. Grausames Ende einer ganzen Staffel, denn der geneigte Zuschauer weiß, dass er jetzt wieder ewigst auf die Fortsetzung warten muss.




Wer weiß, dass diese Folge 'Die Reichenbachfälle' heißt, ist klar im Vorteil, denn dann ahnt man, dass es nur ein vorgetäuschter Tod ist. Hilft aber nur bedingt, denn so grübelte ich bis zur Auflösung darüber, wie Sherlock das wohl hinbekommen hat.

*****

Ein Serientod, der nicht so episch und inszeniert war, mir aber noch sehr präsent ist, weil ich die Folge erst vor kurzem gesehen habe, ist der Selbstmord von Lane Pryce in der 12. Episode der fünften Staffel
Mad Men. In der Folge entwickelt sich Schritt für Schritt und unaufhörlich alles gegen Pryce und im Nachhinein fallen einem unzählige kleine Szenen ein, die zu seinem Entschluss geführt haben. Besonders tragisch: Sein Suizidversuch im nagelneuen Jaguar scheitert, weil das Auto nicht anspringt. Am nächsten Morgen finden seine Kollegen ihn erhängt in seinem Büro.



Die detailierte Anlage dieses dramatischen Ereignisses führt einem vor Augen, dass die Anzeichen für katastrophale Entscheidungen und Verzweiflung eigentlich offensichtlich sind - man müsste nur mal auf seine Mitmenschen achten.

Hast du dich vielleicht schon mal über einen Serientod gefreut?

So richtig auf die Nerven ist mir noch keine Figur gegangen, dass ich mir ihren Tod gewünscht hätte. Ich finde, dass auch ein unangenehmer Charakter einer Serie eine gewisse Würze geben kann und muss. Auf Escape Pod wurde z.B. der Tod von König Joffrey als erfreuliches Ereignis genannt, aber da ich zu den Game-of-Thrones-Schauern gehöre, die vorher die Bücher gelesen haben, hat mich dieser Tod nicht überrascht und ich bin mir sicher, dass in George R. R. Martins Welt für jeden gemeuchelten Tyrannen irgendwo in Westeros zwei bis drei neue Despoten geboren werden. Bei jedem Toten in Westeros bin ich froh, wenn es nicht einen meiner Lieblingscharaktere getroffen hat. Und da sich in Zukunft die Handlung der Serie (noch) stärker von der der Romane unterscheiden soll, wird mir mein Vorwissen wohl immer weniger vor (bösen) Überraschungen schützen. Ich bin gespannt!

Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis:
Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt?
Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

Ich schaue kaum Krankenhaus- oder Herzschmerzserien, deswegen fällt mir keine einzige Geburtsszene ein. Die Einstellung zum Leben, die Walter White in Breaking Bad hat. Klar, Drogen und Kriminalität sind böse - wissen wir! - aber an der Serienfigur finde ich es spannend, dass jemand mit der niederschmetternden Diagnose Lungenkrebs das Leben so anpackt. Hut ab! Im echten Leben hätte er sich wohl besser in einem Kinderheim engagiert oder eine Stiftung gegründet oder für seine Familie ein Ferienhaus gebaut - aber das wäre für uns Zuschauer nur halb so spannend gewesen.

Gut, dass man die Dramen der Serienhelden nicht im echten Leben erleben muss. Oder schade?
Wenn du wissen möchtest, was andere Blogger durch Serien vom Leben und Tod gelernt haben, welche Szenen ihnen nahe gegangen sind oder welcher Tod sie sehr traurig gemacht hat, schau in Frau Margaretes übersichtliche Übersicht der Serienparade!
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